Musikalischer Werdegang
Vincent Knüppe ist seit Oktober 2025 Münsterkantor am Münster St. Vitus in Mönchengladbach und in dieser Funktion gesamtverantwortlich für die dortige Kirchenmusik, darunter die Leitung des Münsterchores und der Chöre der Gladbacher Singschule, die Kantorenausbildung, das liturgische und konzertante Orgelspiel sowie die Durchführung zahlreicher Konzertformate. Seit April 2026 ist er zudem künstlerischer Leiter des Vokalensembles Cantica Vobis. Zuvor war er leitender Kirchenmusiker der Schweizer Gemeinde Liestal-Bubendorf sowie künstlerischer Leiter des collegium vocale freiburg und weiterer Chöre in Deutschland und der Schweiz.
Er verfolgt eine rege Konzerttätigkeit, die ihn bereits an zahlreiche Konzertsäle und bedeutende Kirchen Deutschlands sowie nach Frankreich, Italien, die Schweiz und nach Österreich führte. So konzertierte er u.a. im Freiburger Münster, Dom zu Salzburg, Dom zu Wetzlar, Magdeburger Dom, Basler Münster und St. Wenzel Naumburg. Er gastierte in der Alten Oper Frankfurt, in den Spielzeiten 2021/22 bis 2023/24 war er fortlaufend am Staatstheater Karlsruhe als Solist an der Orgel für die Produktion „Per Aspera Ad Astra“ u.a. mit Poulencs Orgelkonzert an der Seite der Badischen Staatskapelle verpflichtet. Im Jahr 2025 gastierte er mehrfach als Solist mit den Neubrandenburger Philharmonikern und konzertierte im Rahmen des Eröffnungskonzertes der Salzburger Festspiele.
Bei weiteren Produktionen konnte er sich einem breiten Publikum vorstellen: Im November 2020 oblag ihm erstmals die musikalische Leitung eines ZDF-Fernsehgottesdienstes aus Mainz, es folgten seither regelmäßige Einsätze im Rundfunk. Weiterhin studierte er den Opernchor der Hochschule Freiburg für die Produktion „A Midsummer Night‘s Dream“ ein. Als musikalischer Assistent des Frankfurter Universitätsmusikdirektors Jan Schumacher wirkte er an der Einstudierung zahlreicher großer Werke des Chor- und Orchesterrepertoires mit; in gleicher Funktion war er zudem beim Freiburger Bachchor tätig.
Er studierte Bachelor Kirchenmusik mit Schwerpunkt Orgel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Nach einem Auslandssemester an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien, das ihm durch ein Stipendium des DAAD ermöglicht wurde, folgten weitere Studien im Master Kirchenmusik sowie Master Chorleitung und Master Orgelimprovisation an der Hochschule für Musik Freiburg. Anschließend vertiefte er seine künstlerische Ausbildung in der Solistenklasse (Postgraduate Orgel) an der Universität Mozarteum Salzburg. Weitere Impulse sammelte er bei zahlreichen Meisterkursen u.a. mit Daniel Roth (Frankreich), Olivier Latry (Frankreich), Peter Planyavsky (Österreich), Joris Verdin (Niederlande) und Wolfgang Seifen (Deutschland) und Workshops mit Mitgliedern des RIAS-Kammerchors.
Zahlreiche Preise und Stipendien dokumentieren sein musikalisches Wirken: Während seines Studiums wurde Vincent Knüppe zunächst durch das Deutschlandstipendium gefördert, anschließend war er Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Im Jahr 2022 wurde er mit dem Kulturförderpreis der Stadt Seligenstadt ausgezeichnet, 2023 erhielt er ein Künstlerstipendium der Bachwoche Ansbach sowie ein Stipendium der Helene-Rosenberg-Stiftung für hervorragende künstlerische Leistungen im Studium. 2024 erhielt er den 1. Preis sowie den Publikumspreis beim Internationalen Maria-Hofer-Orgelwettbewerb Kitzbühel.